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aus dem tagebuch von ape raham…
…an einem heißen Sommertag parke ich vor einem alten Gebäude. Als ich aussteige, dröhnt mir sogleich der brachiale Bass einer deutlich lauten Rockband entgegen. Ich werde Mosquito Jack in ihrem Proberaum besuchen. „MotoRocK“, wurde mir zugetragen.


 

Es öffnet mir Nico, seines Zeichens Gitarrist und Songschreiber der Band, persönlich die stählerne Tür. Die Atmosphäre ist düster, die Luft verraucht, stickig, heiß. Eine einsame Glühlampe muss den dunklen Raum mit Licht versorgen. Die einzige Begrüßung bereitet mir das respekteinflößende Rauschen der Verstärker.

Weder Drummer Timo noch Bassist Marciño geben sich redselig. Nico raucht hastig seine Zigarette auf, bevor die Gruppe dann zum Angriff bläst. Mit Schrecken bemerke ich, dass Ohrenstöpsel hier trotz des unmenschlichen Lärmpegels aus der Mode sind.

Mosquito Jack suhlen sich in ihrem Dreck und fühlen sich sichtlich wohl dabei. Ein fetter Gitarrensound, der seine Wurzeln klar im Stoner-Rock hat. Ein Schlagzeug im Up-Tempo, das Breaks und Beckenschläge nicht scheut. Unten herum ein geradliniger Bass:
Das sind Mosquito Jack!

Beim verstohlenen Blick auf die Textblätter entgeht mir nicht, dass Nico auch lyrisch ein Mann schlanker Worte ist. Das passt zur Musik, denn das Konzept der Jacks fußt eindeutig auf simplem Riffing – Hymnencharakter nicht ausgeschlossen. Simple Songstrukturen und rohe Energie sind die Markenzeichen.

Timo steuert hinter den Kesseln seinen bösartigen Teil zur Vokalakrobatik bei, während Nico mächtig aufs Gas drückt, ohne jemals seine Coolness zu verlieren. Auch Marciño geht energisch zu Werke – ein überzeugendes Paket.

Und das war nur eine Probe! Nach zwei Stunden verlasse ich die Jacks. Um ein Erlebnis, eine CD und amtlich Ohrensausen reicher, steige ich in mein Auto und entschließe mich, im Auto den Staub aus meinen Boxen zu blasen...

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